Kitesurfen - Sicherheitssysteme

Kitesurfen - Grundlagen -  Sicherheitssysteme

 

Beim Kitesurfen hat man 2 eingebaute Sicherheitssysteme, die Safety Leash und das Quick-Release. Beide sind je nach Gefahrensituation sehr sinnvoll und hilfreich. Bevor man mit dem Kitesurfen beginnt sollte man die Sicherheitssysteme testen, auch wenn dies mehr Arbeit bedeutet. Das Auslösen des Quick-Release kann man gut im stehtiefen Wasser testen bevor man mit dem Kitesurfen beginnt.

 

Safety Leash und Quick-Release

 

Safety Leash:

Die Safety Leash ist eine Sicherungsleine, welche an das Kite Trapez befestigt wird. Ohne die Safety Leash würde der Kite (Schirm) nämlich nach dem Auslösen des Quick-Release verloren gehen. Im schlimmsten Fall würde der verloren gegangene Kite andere Personen und Kitesurfer verletzten. Beim Kauf sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass die Safety Leash zu der jeweiligen Kite Bar passt. Die Befestigungspunkte der Safety Leash variieren je nach Hersteller. Kitesurfer sollten sich immer professionell in einem Fachgeschäft beraten lassen, es lohnt sich.

 

Quick-Release:

Wenn ein Kitesurfer in einer Gefahrensituation steckt kann er das Quick-Release auslösen. Der Kite wird nach dem Auslösen auf die Wasseroberfläche stürzen, bleibt jedoch noch mit dem Kite Trapez verbunden und hängt nach dem Auslösen noch an der Safety Leash. Im Gegenteil zur Safety Leash trennt der Kite sich nicht komplett vom Kitesurfer, sondern stürzt nur auf die Wasseroberfläche. Anschließend kann man den Kite per Relaunch (Start aus dem Wasser) wieder starten und wie gewohnt weiter fahren.

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Sicherungsmaßnahmen beim Kitesurfen

 

Neben den 2 aktiven Sicherheitssystemen (Safety Leash und Quick-Release) kann man mehrere Sicherungsmaßnahmen beim Kitesurfen treffen um eine möglichst hohe Sicherheit zu gewährleisten. Ein wichtiges Detail sind die Gegebenheiten des Ortes. Zum Kitesurfen sind Orte mit konstanten Windverhältnissen ideal geeignet. Wenn vor Ort konstant starke Winde wehen ist das meistens kein Problem. Schwierig wird es erst wenn Windstärke und Windrichtung sich permanent ändern.

 

Desweiteren sollte man sich vor dem Start die Bedingungen des Strandes und Wassers anschauen. Es muss geklärt werden ob ausreichend Platz zum Starten und Landen vorhanden ist. Außerdem dürfen keine anderen Strand- oder Seebesucher in der direkten Nähe sein, sie könnten verletzt werden. Häuser, Zäune und ähnliches sind ebenfalls zu vermeiden. Darum sollte man immer vorher schauen ob ausreichend Platz vorhanden ist. Ideal sind Strandabschnitte die spezifisch für Kitesurfer markiert sind, dort sollten sich keine gewöhnlichen Badegäste aufhalten.

 

Man sollte vor jedem Start das Material überprüfen, dazu gehören auch die Sicherungssysteme des Kites. Während man gründlich die Leinen, das Trapez und die Kite-Bar überprüft sollte man den Kite mit Sand beschweren damit er nicht wegfliegen kann. Auch der Kite selbst sollte gründlich auf Schäden überprüft werden. Fehler findet man besser vor dem Start als mitten auf dem Wasser. Die Vorfahrts- und Ausweichregeln sollten gut sitzen bevor man sich auf das Wasser wagt.

 

Die zwei wichtigsten sind „Backbordbug vor Steuerbordbug“ und „Lee vor Luv“. Weitere Sicherheitsmaßnahmen sind Schutzausrüstungen wie Helm, Prallschutzweste und Schuhe. In diesem Trendsport kann man sich Verletzungen zuziehen, meistens am Fuß, Kopf, Rippen oder Knien. Darum sollte man eine gute Schutzausrüstung bei Kitesurfen tragen um die Risiken zu minimieren.